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Noch sieht man die Ruinen der famosen Reitschule,wo nun die nie Rivoli beginnt, von der Seite der Feuillans,nun Rivoli-Terrasse. Nach dem angenommenen herrlichenPlane wird die Nordscite der Tuilcricn gleichfalls miteinem Gitter umgeben werden, wie der Carroussel- undConcordia-Platz; eine Gallerte soll en face kommen undoben darauf sollen die Eigenthümer der Plätze nach ihremBelieben um der Mannigfaltigkeit willen bauen dürfen;eine breite Straße soll zur Chaussee d'Antin über den PlatzVendüme und den Capuziner-Garten führen.
Um 8 Uhr ging ich' zu Alr. Gramen» , l’Aeronaute.Welch' herrlicher physikalischer Sagl! Bis die Erpenmcntebegannen, unterhält die artige Madame G., etwa 30 Jahrealt, die Gesellschaft im Nebensaal, der mit allen möglichenBlumen, einigen optischen Spiclereye» und Transparentvom Vesuv rc. ausgeziert war. Die Erpekimente warenwieder sehr gewöhnlich über Elektrizität, Schwere der Luft,inflammable Luft, Luftballon rc. Er erzählte, daß er dasGlück habe, eine muthige Frau zu besitzen, die schon mehr-mals aufgestiegen sey und 'sich im Fallschirme 1000 Toisenherabgelassen habe; auch zeigte er die Ehrcnflinte vomKaiser. Zwei Erpcrimente, wobei ich in den allgemeinen,beständigen Ruf der Pariser oder eigentlich der Pariserinnen:ak, que c’est gentil; ah, que c’est delicieux! einstimmenmußte, waren die Wirkung der Elektricität in einer luft-leeren großen Glassäule, um die eclairs de chaleur(Wetterleuchten) anschaulich zu machen, und die artigenZeichnungen mit Drath auf Glas, die dann im Finsternvon elektrischem Feuer illuminirt sind; so zeigten sich dieWorte: Amour, ein Herz, und was mir gesiel: ä la me-moire de Frankli»! Ich ziehe Le Breton vor, und auf jedenFall wird ihm die Palme in der Phantasmagorie gebühren,die auch hier zum Beschluß von 10 bis lO'/r Uhr gegebenund beklatscht wurde. Kein Vergleich mit Le Breton! Ichkam dießmal durch die ganze me de la loi vom th&itre