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interessant fand, von da über den Neckar nach Ziegel-hausen, wo wir ein Glas Wein tranken, und erst gegenS'/r Uhr nach Hause kamen.
Sonntag« frühe ginge ich abermals mit ihm zu denSteinbrüchen, die eine herrliche Aussicht gewähren; wirplauderten bis IS'/r Uhr. Nach Tische ging ich allein in'sSchloß zum Käse; es war trotz des Sonntags menschen-leer, denn die Kirchwcihe zu Kohlhos hatte Alles dahingezogen. Von 5 — 8 Uhr las ich in meinem Zimmer,und ging sodann bis 10 Uhr auf dem Paradcplatze spa-zieren, der auch leer war.
Heidelberg, de» il. Juli.
Montags mit dem Schlage 5 Uhr trat ich meineWanderung nach Schwetzingen an, wohin es gute zweiSrunden sind; die Straße ist herrlich, die Allee» aber sindnoch jung. Ich trank Chocolade und rauchte eine Pfeife,um auszuruhen, für 30 kr. Von 8 — 11 Uhr streifteich im Garten umher — die Kunst hat Alles aus einerundankbaren Ebene gemacht, was sich daraus machen ließ.Der Garten ist gut unterhalten; die angenehmste Partiefür mich ist darin die Thurm - Ruine, gegenüber der Mo-schee. — In dem Gehölze hinter derselben sahe ich zweiTrophäen, die mir sonst entgangen waren; die ersteWaffentrophäe hat die Inschrift: „Pacis artibus, vitaesuae deliciis aequato VII. ped. solo vindicavit CarlTlieod, et. M. H. P. C. 1768 Auf der Rückseite steht:Martis et Mortis Romauorum et Teutouum area invcutisarmis, umis et ossibus instrumeutisvc aliis 1765 de-tecta. — Die zweite Trophäe mit Blume» und Garten-Werkzeugen hat die Inschrift: Carl Theod. deponeiidiscuris sibi suisque ludcndo fecit M. H. P. 1771 Auf