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Heilbronn, den 13 . Juli.
Gestern hatte ich mir vorgenommen, mit dem Tagein's Bad Löwenstein zu gehen, das drei Stunden von hierliegt. Claß hatte mir den Weg über das Jägerhaus undLehren-StcinSfeld vorgezeichnct; ich erwachte aber eist um7 Uhr und besann mich dann eines andern, das Bad istzudem wenig besucht. Statt der sechs starken Stundenwill ich diesen Vormittag lesen und schreiben, und „achTische die Heilbronncr Sonntagskinder im Jägerhaus undauf dem Wartthurmc beobachten, das wird mir mehrVergnügen machen!
Die Franzosen nannten heute über Tisch Herrn Lude— la Poupee; — ich sagte eine schicklichere Uebersctzuug:Coquin, und um es weniger grob zu machen: petit Co-quin, was allgemeinen Beifall fand, selbst von SeitenSudes, sobald ich das Wort durch petit gemildert hatte.
Bei Tische engagirte mich Sude, mit ihm und einemvr und seiner Frau, die lange in Wien gelebt und nun inEppenheim sind, auf den Wartthurm zu"fahren, was heuteeine wahre KuiiiKuette ist, denn Honorakioren gehen nurDonnerstags hin; wir tranken Burgunder mit Sauerwasserund Zucker. Ich begleitete die Gesellschaft den Berg her,unter bis an den Wagen.
Jartha»sen, den 15 . Juli.
Gestern, Montags frühe verließ ich Heilbronn mit demPostwagen nach Ochringen für 2 st. 4 kr. wegen meinesGepäckes. Conducteur und Postillon waren einverstanden,schon in Schwabbach Mittag zu machen, im Wagenhatten sie übcrdicß zwei Blinde und bald einen dritten,3 Bauern! iiolvns volous mußte ich milesten und mit-