E***, wo ihr Mann eine dcr ansehnlichsten Stellenbekleidete. Gleich darauf kam dessen Bruder, Hein-rich Cl erd on, als Regicrungsrath nach C**. Bey-de waren in der Schweiz geboren; aber schon als Kin-der mit ihrem Vater nach Deutschland versetzt wordemEs hatte Sylli geahndet, daß August aufvie-lerley Weise sie unglücklich machen würde; aber dasGroße und Herrliche in dem jungen Manne riß sie himDrey Jahre nachher starb er mitten in der Verwicke-lung eines durch niederträchtige Treulosigkeit gegen ihnangesponnenen Rechtshandels, der ihm die völlige Zer-rüttung seiner äußerlichen Glücksumstände drohte. Sei-ne Wittwe, die wenig eigenes Vermögen hatte, undauch das noch in Gefahr sah, mußte diesen Rcchtshan-del, von schlechten Menschen unterstützt, gegen schlechteMenschen fortsetzen, und deswegen zu E*** bleiben;an einem Orte, den sie nie geliebt hatte, und der ihrnun desto mehr zuwider war, da ihre ganze Seele nachC** hing, wo alles- was sie noch an die Erde fesselte,sich beysammen fand. Ein einziges Kind, das sie ge-borenhatte, war dem Vater nachgefolgt. Als sie dieBriefe in dieser Sammlung schrieb, mochte sie acht undzwanzig Jahre alt seyn.
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