wozu? Sie haben ganz andre Dinge an einander zubestellen; geht es damit voran, so bleibt das guteVernehmen, ohne daß sich der eine um den andernviel zu bekümmern hat. Indessen, Lieber, wollen wiruns doch nicht verhehlen, was der eigentliche Geist je-ner freundlichen Toleranz und edlen Unbefangenheit ist:Gleichgültigkeit und Betteley! — Also nocheinmal, Bruder, verzeih mein Unrecht; aber daß ichmich bessern werde, darauf mußt Du nicht zu sicherrechnen.
Bisher habe ich es mit allem zu ernstlich ge-meint; ich spüre, daß man dabey zu Grunde geht,und für nichts. Wie ichs in Zukunft anders machenwerde, weiß der Himmel. Ich bin, von innen undvon aussen, in einem wunderbaren Gedränge. EtwasRuhe habe ich wieder genossen, weil ich einige Tageher unpäßlich war. Bliebe mein Kopf so dumpf, sonebelicht, wie diese Zeit über; dann sah' ich der Ver-wirrung ein Ende: alles sollte bald gerichtet und ge-schlichtet seyn; und was einmal ausgemacht wäre, da-bey blieb es. Du weißt, beym Nebel fließen die Din-ge so hübsch in einander; es erscheinen einem niemehr, als neben einander in Einem Gliede