Band 
Erster Band.
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auch ein reines Empfinden von Nichts zumGrunde liegen müßte , und es sich am Ende zeigenwürde, daß die Wurzel, die tiefste eig erblich-ste Wurzel des Lebens, ein bloßer leerer Raum derEmpfindung, ein Bewußtseyn ohne Bewußtseyn, einreines Vermögen zu leben, von und zu Nichts wäre.

Allwill lächelte. Ich erzählte ihm jetzt noch voneinem angedruckten Aufsätze, den ich einmal für Cler-don abgeschrieben, und wovon ich, mit seiner Bewilli-gung, auch für mich eine Abschrift genommen hätte.Aus diesem Aufsätze führte ich ihm folgende Stellen,die ich auswendig wußte, an.

„Unsere Vernunft ist jenem blinden ThebanischenWahrsager, Lire fräs, ähnlich, dem seine Tochter,Manto, den Flug der Vogel beschrieb: er prophe-zeie aus ihren Nachrichten.

„ . . . . Unsere Gedanken sind nichts als Frag-mente. Unser Wissen ist Stückwerk. Die sichtbareWelt muß dem zum Himmel erschaffenen Geiste eineWüste scheinen, ähnlich jener Wüste, worin sich fürLausende, welche der Hunger verzehrte, nur fünfBrote und zwey Fische fanden. Aber die Brote,die uns Gott aufträgt, mögen noch so kümmerlich aus-