Band 
Erster Band.
Seite
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Engel da! Aufseiner besten Ruheseite liegt er; denKopf sanft aufs Aermchen gestützt: er schläft! —Meli! So hast Du mir gesungen/ so, daß einSchlummer der Genesung über mich gekommen ist.Sanft eingewiegt hast Du mein Herz; eine süße war-me Fülle, die Fülle Deiner Liebe darauf gedeckt. Sieist in meinem Herzen, diese Fülle Deiner Liebe, Dei-ner Unschuld, Deines Glaubens. Ja, stille ist es nun!

Durch den Vorhang hindurch glänzte mir jetztder hochstehende Mond ins Auge. Da bist du jawieder! dachte ich, und stand auf.

So helle und frey habe ich den Mond lange nichtscheinen sehen. Alle Wölkchen waren von ihm weg,zogen seitwärts, hierhin, dorthin, so Truppweise,lauter kleine runde Wölkchen; und überall weit dazwi-schen der schönste blaue Himmel; hie und da auchSternlein; und sie blinkten so sanft. Nur Ein Stern,der war recht hell, und flimmerte rascher. Ich sahihn darauf an: „Wie du flimmerst, du Heller!" Undder Helle wurde mir so freundlich, daß ich mich nichterwehren konnte, ihm fein Lächeln zu erwiedern, undmich darauf ertappte.

An mein Schlafzimmer mochte ich nicht denken.