Band 
Erster Band.
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geblieben wärest — dabey: daß der Mensch sich ent-schließen kann zu sterben?

Zu wählen zwischen Tod und Leben vermag keinThier: es hat nur sinnliche Triebe, die alle auf Er-haltung gehen, die es zwingen, nur sein Daseynaufder Erde fortzusetzen.

Der Mensch vermag es.

Du wähltest Lebtn, undich wahlteTod!sagt Antigone zu ihrer Schwester Ismene.

Eine Liebe ist dem Menschen gegeben, die denTod unter die Füße tritt; keinen Schmerz achtet undkeine Lust. Ihr Same geht auf in der Anschauung,Bewunderung und Achtung eines Andern. Alsdannverliert der Mensch sein Leben, um es zu gewinnen.Es erwacht der Instinkt seiner vernünftigen Natur,welcher nicht die Seele des Leibes, sondern des G e i-stes Seele zu erhalten, empor zu bringen, herr-schend z u machen strebt. Und hiemit, mit der Ein-setzung einer Liebe, die den Tod überwindet und Un-sterblichkeit gebiert, hat die Welt angefangen.

Die Geheimnisse der Liebe und ves Lebens durch-dringt kein menschlicher Blick. Alles regsame Daseynfängt mit einer Begierde an, die ihren Gegenstand