nur der Festigkeit eines Epaminondas war es verliehen,die Sanstmuth der mildesten Sitten damit zu verbindenund die reinste Unschuld! . . . . Wenn es Größe desMuths, und Wirkung einer außerordentlichen Lugendist, für das allgemeine Wohl oder aus Gehorsam ge-gen die Obrigkeit, Freundschaft, Privatpflichten,Wort und Verwandtschaft aus den Augen zu setzen: soist das wahrlich genug uns hievon loszusprechen, daßes eine Art Größe ist, welche in Epaminondas Seelenicht Platz haben konnte. "
Nun die Anekdote. Sie kennen Auguste vonG**, die treue, makellose Seele, die so einzig ist,weil sie nur Begriffe von Gutem und Wahrem hat,nur im Guten und Wahren Witz und Laune. Eineunselige Cokette verführte ihren Mann. Auguste,im höchsten Grade arglos, merkte lange nichts. Weilaber G** genöthiget war, ihr manche Unwahrheitzu sagen, und jede Unwahrheit Lügen ohne Zahl ge-biert, so mußte wohl das liebe Weib endlich merken,daß es hintergangen wurde. Nun begab es sich an ei-nem Tage, daß ihr, in des Mannes Gegenwart, aufeinmal zwey recht auffallende Betrügereyen offenbarwurden. Sie können sich G**s Zustand vorstellen.