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ein vollkommenes Leben, ein Leben in sichselbst gerichtet; er fodert Unabhängigkeit; Selbstän-digkeit; Freyheit! — Aber in wie dunkler, dunk-ler Ahndung nur!
Denn wo ist Daseyn und Leben in sich, wo istFreyheit? Wahrlich nur jenseits der Natur! In-nerhalb der Natur ist alles offenbar unendlich mehr imandern als in sich, und Freyheit nur im Tode!
Dennoch wissen wir daß etwas ist, und war,und seyn wird — ein Urheber jener natürlichunerzeugten Thätigkeit in uns, des Kerns unse-res Daseyns, wunderbar umgeben mit Vergänglich-keit — in sie versenkt, ein Same der aufgehen wird.Ewiges Leben ist das Wesen der Seele, und darumihr unbedingter Trieb. Und woher käme ihrder Tod? Nicht von dem Vater des Lebens und allesGuten, der in dem Innersten unseres Herzens undWillens sein eigenes Herz und seinen eigenen Willenabdrückte, und nichts anderes darin abdrücken konnte.
So weissagen, schreibt Platon an Dionysius,die treflichsten Seelen; das Gegentheil die niedrigsten.