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An
Johann Georg Ha mann.
Pempelfort den i6ten Iuny 178z.
Lieber verehrungswürdiger Mann!
Ach will Ihnen alle die Ursachen nicht hererzahlen,die wich so lange verhindert haben an Sie zu schreiben.Eine davon war, daß ich manches auf dem Herzenhatte, das ich gern vor Sie bringen wollte, und dasnicht leicht vorzutragen war. Mir ist als würde iches heute einiger Maßen können, und ich fange damitan, Theuerster! daß ich Sie recht innig umarme, mitdem brüderlichen Gefühl, daß in unser beyder Herzenkein falsch ist; daß wir beyde Eine Wahrheit suchen,Eine Wahrheit lieben, wenn schon nicht mit gleichemGlück.
Ich folge dem Faden, den Ihr Brief mir in dieHand gibt.
Durch unsern Gevatter Claudius wußte ich schon,daß Sie Allwills Briefsammlung mit Antheil im deut-schen Merkur gelesen hatten. Claudius hatte mich Ih-