Band 
Erster Band.
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lag, was sich in seinem Nathan unvecholen genug aus-spricht, und von Ihnen Feindschaft gegen das Chri-stenthum genannt wird. Eine solche Feindschaft warallerdings in ihm, und die Rolle, die er spielte, keines-weges die eines christlichen Philosophen. Er wollteaber für letzteres auch nicht angesehen seyn. DieMaske, die er brauchte, war durchsichtig genug, solltenicht ihn verbergen, sondern nur wider äußerliche Ver-folgungen beschirmen. In seiner Hauptschrift ausdieser Zeit: die Erziehung des Menschenge-schlechts, liegt sein ganzes System jedem, der zu lesenund zu verstehen weiß, klar vor Augen, und folgendeWorte des Vorberichts: „Warum wollen wir in allen„positiven Religionen nicht lieber weiter nichts als„den Gang erblicken, nach welchem sich der menschli-„ che Verstand jedes Orts einzig und allein entwickeln„können, und noch ferner entwickeln soll; als über eine„derselben entweder lächeln oder zürnen?^ lassen überdie Beschaffenheit seines historischen Glaubens keinenZweifel. Wollte man ihn des Gewandes wegen,, daser hier und anderwärts seiner Lehre gibt, einen Heuch-ler nennen, so würde man einen Platon und Leibnitz,sogar einen Sokrates eben so hart richten müssen-