Band 
Sechster und letzter Band.
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alter, in dem wir leben, das Zeugniß nicht erhalten höhl

können, daß es zu den besseren gehöre. verk

ßen,

Bemittelt sind wir, wie es kein Geschlechtvor uns gewesen ist; aber mit diesem Reichthum an ^

Mitteln, welche Zwecke erreichen wir, welche ^

setzen wir uns vor? Wir sind voll Wissenschaft und wir

erfinden täglich neue Künste — aber Männer, wiedie alte und auch die mittlere Zeit, wie das fünf- Dic

zehnte und sechzehnte Jahrhundert sie hervorbrachte, ^

entstehen verhältnißmäßig nicht bei uns. Unser M

Stolz ist, solcher Tugenden und Kräfte entrathen zu Nü

können. So pries ehemals Perikles seine Athe- der

ner glücklich, daß sie nicht nöthig hätten an Tugen- jew

den Spartaner zu seyn*). Wie man sich in den der

frühsten Zeiten bemüht hat, Thiere zu bändigen; sie

den gebändigten ihrem Instinkt widersprechende Fer- we

tigkeiten anzugewöhnen; so strebt spater eine ganz reu

entartete Menschheit, wahre Menschheit, wo sienoch sich regt, unter die Gewalt einer cultivirten N<Thierheit, die sich mehr dünkt, zu bändigen; den

sö

') Thucydides H. 34. §. 39.