Band 
Sechster und letzter Band.
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Bruchstücke der Fortsetzung

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Allerdings ist Liebe in jedem Sinne von der Be-gierde im gemeinen, d. i. in dem Sinne unterschieden,worin sie vernünftigen und unvernünftigen Wesen ganzauf dieselbe Weise zukommt, und sich als ein und der-selbe Trieb in beiden Gattungen auf eine ebenso man-nichfaltige als bestimmte Weise offenbart. Wegen der Be-gierde in diesem gemeinen Sinne gehört der Mensch zumThiergeschlecht; liebend zieht er die Thierheit aus undlernt sie verachten, sich selbst erfahrend als ein Wesen hö-herer Art. In der bloßen Thierheit findet durchaus keineLiebe Statt, sondern höchstens nur ein Schein davon,wie z. B. im Hunde. Wir sagen von diesem , daß erseinen Herrn liebe, und seine Treue in dieser Liebe ißsogar Symbol geworden. Wie es aber mit der Erhe-bung einer solchen hündischen Liebe und Treue fast biszur Würde einer Idee, in Wahrheit gemeint sey, ver-räth schon das eben gebrauchte Beiwort. Das LobderHundestreue verlangt niemand, und schlimmeres kannvon einem Menschen nicht gesagt werden als, daß erwie ein Hund mit sich umgehen lasse.

Eben so nothwendig, wie der Begriff der blosthierischen Natur die Liebe ausschließt, schließt der Be-

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