Band 
Sechster und letzter Band.
Seite
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Die Liebe endigt in ihrem Gegenstände. Er kannihr nur sich selbst geben; übergeben muß er, sonst istkeine Liebe. Was ich liebe, dem opfere ich mich auf.Man lebt nur in dem, was man liebt. Was vor derLiebe war, stirbt, und die Seele sucht sich ein neuesWesen.

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Die Liebe ist ein Mittel der Erhebung aus demSinnlichen zum Uebersinnlichen, aus dem Sterblichenzum Unsterblichen; dieses Mittel geht durch die ganzeWeltbildung, belebtste, ist das lebendige Mittelgliedzwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. Gemeinessoll in Edles, Sterbliches in Unsterbliches verwandeltwerden. Von allem überirdischen kann allein das Schönegleichsam mit Augen gesehen werden; darum ist es dieStufe, auf welcher von dem Vergänglichen zum Un-vergänglichen aufgestiegen wird. Das Schöne flößtLiebe ein, d. i. ein Verlangen, mit ihm zu leben undfortzupflanzen.

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Wir können nichts Schönes wahrnehmen, ohne daßder Gedanke wenigstens dunkel in uns entsteht: Liebehat es geschaffen und Wohlwollen. Schönheit undblindes Ungefähr widersprechen sich.

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Wir können im Grunde nichts anderes lieben alsunser Leben; alle endliche Wesen aber haben ihr Leben