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schaffen seyn müsse, damit ein Staat werde und sicherhalte. Welches ist die gute Ungleichheit, durchwelche der Staat in Gesundheit aufblüht, und wel-ches ist die böse, die sich wie eine Krankheit in ihmentwickelt; ihn, wenn sie nicht ausgetrieben wird,eben so gewiß zerstört, als ihn die ursprünglicheGleichheit, wenn sie wieder die Oberhand gewänne,zerstören würde? Die gute Ungleichheit wird daseyn, wo das Bessere herrscht über das Schlechtere;die böse, wo das Gegentheil Statt findet. So istes im einzelnen Menschen, so in der Vereinigung,die wir Staat nennen. Das Schlechtere hat seinRecht wie das Bessere, und die Gewalt eines jedensoll seyn wie sein Recht. Darin besteht die wahreGleichheit aller, die Gerechtigkeit. Wie die Be-schaffenheit der Ungleichheit im Staate, so die Be-schaffenheit der in diesem Staate waltenden Gerech-tigkeit. Es wird, nach Maßgabe dieser Beschaffen-heit, eine wahre oder nur eine Schcingerechtigkeit,ein wahrer Staat oder eine Tyrannei seyn.
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Keine Sage giebt dem Recht einen Anfang, son-dern nur dem Unrecht. Vor dem silbernen, ehernen