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Einbildung nicht übertrieben gewesen. Und eingleiches behauptet er von den glücklichern Gegenden n
Italiens, besonders von Sicilien, wo man bei den ä
Künstlern zwar eine sehr feurige, aber keine aufgebrachte ri
und aufwallende Einbildung antreffe; und die Natur st
ein glückliches Phlegma am häufigsten wirke. b
Der gelehrte und scharfsinnige Hr. Leibarzt Zim- u
mermann leitet aus dem mehrentheils sehr heißen u
und trocknen Clima von Asien und Africa, die Unwiik- 8
samkeit sehr vieler Völker dieser Welttheile, besonders n
der Aegyptier, ihre wenige Neugier, ihr Kleben an 8
alten Sitten und Gewohnheiten; ihren Müßiggang, l<
ihre Unterwürfigkeit, ihren Hang zur Ruhe und zur le
Einsamkeit her. Zugleich aber bemerkt derselbe, daß h
diese Schwachheit, Trägheit und Unwirksamkeit nicht n
schwerfällig sey, und die Empfindlichkeit ausschließe, di
sondern mit sehr viel Gefühl und der stärksten Einbil- g
dungskraft sich vergesellschafte, Aber diese Einbildungs- le
kraft sey auch oft in Verwirrung, und versteige sich bis d
zu den heftigsten Ausbrüchen des Aberglaubens und d
der zügellosesten Schwärmerei. Wie gemäß ein sowidersinnig scheinendes Phänomen der menschlichen Na- K
tur sey, lasse sich aus der Hypochondrie, der Melan- L
cholie, und andern Nervenkrankheiten abnehmen, wo le
man die äußerste Schwachheit, Trägheit und Unwirk- A
samkeit mit der äußersten Empfindlichkeit verbunden ik
antreffe *), b
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*) Zimmsrmann von der Einsamkeit, S. 77—89- ^