Band 
Sechster und letzter Band.
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ihren Verrath desto eher und gewisser vor der bevorste-henden Ernte verkaufen zu können. Die nämlichenBeweggründe und eben der Eigennutz, die solchergestaltdas Betragen irgend eines Kornhändlers vorschreibenund leiten würden, würden auch das eines jeden andernlenken, und sie alle insgesammt nöthigen, ihr Getraidefür denjenigen Preis zu verkaufen, der dem Mangeloder dem Verrathe der jedesmaligen Jahreszeit am ge-mäßsten ist.

Wenn die Regierung, um den Beschwerlichkeiten ei-ner Theurung abzuhelfen, allen Kornhändlern befiehlt,ihr Getraide für den sogenannten billigen Preis zu ver-kaufen, so hindert sie dieselben entweder es zu Marktezu bringen; welches bisweilen schon im Anfange derJahreszeit eine Hungersnoth verursachen kann: oder,wenn sie es ja dahinbringt, so setzt sie das Volk in denStand und ermuntert sie es eben dadurch, es sobald auf-zuzehren, daß vor dem Ausgange der Jahreszeit noth-wendig eine Hungersnoth daraus entstehen muß. Wiedie ganz uneingeschränkte Freiheit des Kornhandels daseinzige zuverlässige Mittel ist, dem Jammer einer Hun-gersnvth vorzubeugen, so ist sie auch die beste Palliativ-cur der Beschwerlichkeiten einer Theurung: denn gegendie Beschwerlichkeiten einer wirklichen Theurung findennur Palliativ - und keine vollkommenen Mittel statt.Kein Handel verdient und erfodert auch den ganzenSchutz der Regierung so sehr als der Kornhandel, weilkein andrer Handel dem Hasse des Volkes so sehr aus-gesetzt ist.