Band 
Sechster und letzter Band.
Seite
406
JPEG-Download
 

— 406 —

wegen wäre, sich einzubilden, er sey fähig, sie aus-zuüben.

nei

Das Monopol des einheimischen Marktes dem Pro- ""

dukte einheimischer Industrie in irgend einem Hand-werke oder einer Manufaktur geben, heißtgewissermaßenPrivatleuten vorschreiben, auf welche Art sie ihre Capi- ^

talien anwenden sollen, und muß beinah in jedem Falleeine entweder unnütze oder schädliche Verordnung seyn.

Kann das Produkt des einheimischen Fleißes eben so ^

wohlfeil als das des ausheimischen, aus den einhei- ""

mischen Markt gebracht werden, so ist eine solche Ver-

ordnung augenscheinlich unnütz. Kann es aber nicht,

so muß sie insgemein schädlich seyn. Es ist die Maxi- Ea>

me eines jeden verständigen Hausvaters, niemals zu

versuchen, das zu Hause zu verfertigen, was ihn solcher- ^

gestalt.mchr kosten würde, als wenn er es kaufte. Der ^

Schneider versucht es nicht, seine eigenen Schuhe zu ma- ^

chen, sondern er kauft sie vom Schuster. Der Schuster ^

versucht es nicht, seine eigenen Kleider zu machen, son- ^

dern er gebraucht einen Schneider dazu. Der Landwirh ^

versucht weder das eine noch das andere zu machen, son-

dern er läßt seine Schuh und Kleider von diesen Hand- ^

Werksleuten verfertigen. Sie alle finden ihren Vortheil

dabes, ihren Fleiß auf eine Art anzuwenden, worin ^

sie ihren,Machbaren einigermaßen überlegen sind, und ,

mit einem Theil ihres Produktes, oder, welches einerlei ^

ist, mit dem Preis eines Theils desselben, alles andere ^

zu erkaufen , was sie sonst bedürfen. ^