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Geschichte des Schweizerlandes / von David Nüscheler
Entstehung
Seite
VIII
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zur klaren Auffassung der besondern eine Andeutung dergleichzeitigen Hauptmomente auch der allgemeinern Ge«schichte in so fern unentbehrlich / weil / wenn man dasvorliegende besondere Ereigniß mit der allgemeinen Zeit-richtung nicht in Vergletchung bringt, man sehr leichtstatt der tiefer liegenden Grundursache dessen Veranlas-sung einem naher liegenden zufälligen, nur untergeordnetmit einwirkenden Umstände zuzuschreiben geneigt ist.

So wird man z. V. die 1336. statt gefundene Ver-änderung in der Zürcherischen Stadtverfassung ganz an-ders beurtheilen, wenn man dieselbe nur der Persönlich-keit unsers ersten Bürgermeisters und unseren damahligenstädtischen Finanzverhältnissen zuschreibt, als wenn mansolche mit dem Emporstreben des Gewerbsstandes, gegen-über dem Stande der freyen Grundbesttzer, in Verbin-dung bringt, nach einer allgemeiner»! Richtung jener Zeit,welche an verschiedenen Orten in gleichen» Sinne fichäusserte, nach den Local- und Personal-Verhältnissen jedochfich modistcirte.

Der zweyte Band, den Zeitraum von 13161616,gleichsam dir Vlüthezeit der Schweizergeschichte umfassend(welchen ich ohne unvorhergesehene Hindernisse bis zu Endedieses Jahres zu vollenden hoffe), soll tiefer in's innere We-sen und Leben unsers Landes eindringen, sowohl, um zuzeigen, daß weit mehr das Streben nach Realität, als nachIdealität damahls die vorherrschende Richtung war; ander-seits, um neben der materiellen, auch jene wechselvolle Gei-stesrichtung zu bezeichnen, durch welche früher kirchliche,später politische wichtige Veränderungen angebahnt wurden.

Endlich soll der dritte Band die gehaltreichen Zeit-räume von der Reformation bis zur ersten, und von derersten bis und mit der zweyten Revolution (von 1517. bis'auf jetzt) darzustellen versuchen. Wenn auch diese spätere