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Uebereinstimmung und scheinbaren Continuität durch einen ansehnlichen zeit-lichen Zwischenraum von einander geschieden. Wenn die oberste Kreide zurEntwicklung gelangte, fehlt das älteste Eocän; ist dieses vorhanden, so ver-kümmert die Kreide 36 ).
Die Verbreitung der Tertiärgebilde fallt fast genau mit der Ausdehnungdes Kalksteinplateaus zu beiden Seiten des Nils zusammen. Da eine der reichstenFundstätten von Versteinerungen unmittelbar vor den Thoren Cairo’s, am Mok-katam, liegt, so sind dieselben schon seit langer Zeit bekannt. Sie werden all-gemein zum ältesten Eocän gerechnet, obwohl sich unter den Mollusken undEchinodermen auch eine Anzahl anderwärts in höheren Horizonten der Eocän-formation vorkommender Arten befinden 37 ). Indess gerade die häufigsten undbesterhaltenen Leitfossilien, wie z. B. die Nummulitenarten, welche fast ganzallein ganze Schichten zusammensetzen und viele Meilen weit den Wüstenbodenbedecken 38 ), sowie eine Reihe der bezeichnendsten Conchylien, Seeigel und Krebsesind auf das ägyptisch-libysche Becken beschränkt 39 ). Die genaue Einfügungder Mokkatamschiehten in die Reihe der eocänen Stufen ist darum noch eineungelöste Frage.
Eine ausführliche Schilderung der Nunnnulitenformation und ihrer Faunamag einem anderen Ort Vorbehalten bleiben, hier will ich nur erwähnen, dassunter den Mokkatamschiehten schon in der Nähe von Cairo noch eine ältereAbtheilung von Tertiärgesteinen beginnt, die gegen Süden immer stärker an denNilgehängen hervortritt und bei Siut bereits die Höhe des Wüstenplateau’s er-reicht. Es ist dies der mächtige Complex der schon früher erwähnten, unmittel-bar auf der obersten Kreide ruhenden ältesten Eocänschichten 40 ).
Die ganze südliche Hälfte des libyschen Plateaulandes besteht aus harten,licht gefärbten, nicht sonderlich fossilreichen Gesteinen, worin statt der Nunmiu-liten die Gattungen Alveolina 41 ) und Operculina vorherrschen. Durch die Ge-steinsbeschaffenheit und den Reichthum der Feuersteinknollen, die sich in hori-zontalen Bänken in verschiedener Höhe wiederholen und zuweilen, nach derVerwitterung des Muttergesteins, wie grosse Bomben oder Melonen auf demWüstenplateau ausgestreut sind 42 ), wurden frühere Besucher des oberen Nilthalsveranlasst, diese Schichten der Kreideformation zuzutheilen. Schon Delanoiie,d’Archiac und Fr aas haben deii Irrthum berichtigt. Wenn mich der all-gemeine Habitus der Versteinerungen aus diesen Schichten nicht täuscht, sostellen dieselben eine bis Ijetzt ausserhalb Aegyptens noch nicht nachgewieseneFauna dar. Ob überhaupt irgend ein Glied des ägyptisch-libyschen Eocänsanderwärts zur Entwicklung gelangte, scheint mir sehr zweifelhaft. In den