Einleitung.
Zeitrechnung.
Die Entstehung der Erde und des Menschengeschlechts istfreilich, weil jenseits der Gränzen aller Erinnerung gelegen, keinhistorisches Faktum. Gleichwohl mag man sie als Anfangspunktder Weltgeschichte aufstellen, weil diese die Aufgabe hat, mit ih»ren Forschungen so weit als möglich zum Ursprung unseres Ge-schlechtes und der Entstehung seines Wohnhauses zurückzugehen.Auch können wir mit ziemlicher Gewißheit annehmen, daß sol-cher Ursprung wenigstens viertausend Jahre rückwärts von Chri-stus zu setzen sey, indem das auS dem Dunkel der auf uns ge-kommenen, ältesten Sagen und Mythen jedenfalls mit Sicherheithervorgehende Daseyn mehrerer ansehnlicher und civilisir-ter Reiche in verschiedenen Erdgegenden, als in Äegypten, Mit-telasien und Ostasien, mehr als zwei Tausend Jahre vor Christus,verbunden mit der aus Anthropologie und Erfahrung erkennbarenLangsamkeit des menschlichen Voranschreitens von dem Zustandder Unkultur zu jenem der Civilisation, ein geringeres Alter deSGeschlechts fast undenkbar machen. Es scheint daher nicht un-zweckmäßig, ein solches beiläufiges Zeitmaß, welches dabei durchdas Ansehen unserer eigenen heiligen Urkunden im allgemeinenunterstützt, und auch eben darum fast in alle ältere (vom Mck-telalter angefangen) und die meisten neueren Geschichtwerke über-gegangen ist, wenigstens als Hypothese zur Grundlage deralten Chronologie zu wählen, ohne jedoch dadurch irgend «inebestimmte Behauptung aufzustellen, oder gar ein zuverläßiges