Psammitich (33 l3), da er das, den Fremden ehedessen „bit-ter^", Aegypten ausschloß, einheimische Sitten gegen auswärtigevertauschte, und fremden Miethtrnppen vor der eingebornen Krie-gerkaste sein Vertrauen schenkte, erregte allgemeines Mißvergnü-gen, und 200,600 Mann aus dieser letzten verließen das Reich.Nie waren sie demselben nöthiger gewesen, da jetzt die UebermachtAssyriens Aegypten zwang, auch sich zu vergrößern, oder demNachbar zu dienen. Necho, Psammitichs Nachfolger, hatte dieGrundsätze seines Vaters, und einen noch kühnern, wahrhaft großePlane entwerfende» Geist. Mit Verschmähung der scheuen Poli-tik der alten Pharaonen strebte er nach ausgebreitetem Verkehrmit dem Ausland, suchte, wiewohl vergeblich, beide Meere durcheinen Verbindnngskanal zu vereinen, und ließ — für die alteWelt ein erstannenswürdiges und auch völlig isolirtes Unterneh-men — ganz Afrika durch phönizische Seefahrer umschiffen. Fasteben so glänzend waren seine Kriegsthaten. Mit dein Thron vonIn da verfuhr er nach Willkühr, er schlug die Syrer, und setzteden schweren Kampf gegen Mittelasien — wo jetztNcubabv-lon über den Trümmern Assyriens herrschte — eine Zeitlangglücklich fort, bis ihn bei Circesium der wilde Nebucadnezarschlug (3382), und hierdurch entscheidend die Macht AegyptenSbeugte.
Untergang des Reiches.
Nach einigen unbedeutenden Königen bestieg der siegreiche Re-bell Amasis (3415) den Thron, und war desselben nicht unwür-dig. Das Reich schien von neuem aufzublühen, doch war es nurder Schein von Wohlstand und Kraft, so ihm zu Theil ward.Mißtrauisch gegen seine Regierung, unter sich selbst getheilt, anMuth und Selbstvertrauen verarmt, konnte das ägyptische Volkder Unterjochung durch einen gewaltigen Nachbar nicht entgehen.Auch sah schon Amasis das Ungewitter heraufziehen, daS semReich zerstören sollte. Der Eroberer Evrus, fürchterlicher nochals Nebucadnezar, drohte Aegypten, das gegen seine Ueber-macht mit Lndieii sich verbunden hatte. Doch wurde die Raeiveeist von CambyseS gegen Amasis Sob», den unglücklichen