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t>cn Unholde durch blutigen Verrath entledigt hatten. Nachherhalfen sie dem Eroberer Nabopolassar Ninioe stürmen. Soconeentrirte sich allmälig die Macht des westlichen Asiens. Nochwar sie getheilt zwischen Babylon und Medien: doch unter §ihnen konnte der Natur gemäß nicht lange die Einigkeit bestehen;wenn sie aber sich entzweiten, und Eines siegte, so stand dasselbeM westherrschender Größe da.
Cyrus. ,
Zu dieser Größe war Medien bestimmt, doch sollte es selbstzuvor durch einheimische Revolutionen verjüngt werden. Astya- jges (5590), Cyarares Sohn und Nachfolger, ging seinem Ver-hängniß entgegen, indem er ihm ausweichen wollte. SchreckendeTraumgesichte hatten ihm in seinem Enkel den künftigen Thron-räuber gezeigt; darum vermählte er seine Tochter Mandane aneinen unbedeutenden, persischen Großen, Cambyses, und befahl,die Frucht dieser Ehe, den neugeborenen Chrus, zn tödten. DieMenchlichkeit des königlichen Ministers, Harpagus, rettete denKnaben. Er wurde unter Hirten erzogen, und wie man späterdas Geheimniß seines Standes entdeckte, nach Persis gesandt.
Als er zum Manne gereist war, munterte ihn Harpagus, des- >sen Schonung Astyages schrecklich bestraft hatte, zur Empörunggegen den Tyrannen auf, und verschaffte ihm durch weiteren Ver-rath den Sieg. Eyrus bestieg den medischen Thron (5425), undAstyageS starb im Gefängniß. Diese Hervdot'sche Erzählung >stimmt mit dem allgemeinen — durch Thaten bewährten — Cha-rakter des Eroberers Cyrus besser überein, als die Xenophon-tische Darstellung, »ach deren Zweck Cyrus durchaus als vor-trefflicher, fleckenloser Fürst und als Vorbild für andere Fürstenerscheinen muß. So viel bleibt bei allen Varianten unverkenn-bar, daß Cyrus — aus persischem Stamme entsprossen — derStifter einer neuen Dynastie im Medischen Reiche geworden, unddaß von ihm, der da entschlossen und klug die vorhandenen Um-stände nichte, eine Revolution ausgegangen, wie bis auf ihn nochfeine m den Annalen der Menschheit erschienen. 1