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Erster Band. Alte Welt.
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AdelKarthago, welcher jedoch kein eigentlicher Erbadel,sondern nur eine stillschweigende Verbrüderung von Optimalen-Familien, d. h. von solche» gewesen zn fern scheint, welche durch sReichthum, Popularität und Verdienst vorzugsweise in den Be-1") der hohen Aemter sich gesetzt hatten, und aus welchen biswei-len eine einzelne durch Glück und Talent über alle andern sichhlnausschwang. Ackerbau war der Reichthum, Kriegs- und Staats-würden der Stolz des Adels. Aus ihm wurde wohl auch der,vorzüglich mit den auswärtigen Angelegenheiten beauftragte,Senat gebildet, dessen Glieder zahlreich und lebenslänglich, und«ach Polybius in zwei Kammern getheilt waren. Depntirte auSdemselben wurden oftmals den Feldherren zur Seite gesetzt, undein Ausschuß von Hunde rt Mann er» übte eine bis zur Despo-tie gehende St aatsin q uisi t ion gegen diejenigen aus, welchedurch ehrgeizige Projekte — oder auch durch hervorragendes Ver-dienst — die Verfassung zu gefährden schienen. Hierdurch wurdeauch die Rübe erhalten, und Karthago war viel weniger, alsdie übrigen Republiken, von innern Stürmen bewegt.

Geschichte der Völker an und außer der Grenze deralten Weltkunde.

Aethiopier. Insbesondere der Staat von Meroe.

Wir fassen hier eine Menge Völkerschaften zusammen, ver-schieden an Abkunft, Sitte und Schicksal, und über ungeheureLänderstrecken verbreitet; Aethiopier, Celten, Scythen, Ju-ki er uiid Sinesen. Aber gemein ist ihnen die Entfernung vomeigentlich historischen Schauplatz, und darum auch von der histo-rischen Kunde. Die ersten vier Namen sind nicht einmal wahrePolksnamen, sondern bezeichnen bloß im Allgemeinen oder geo-graphisch die — unter sich viel getheilten — Stamme, welchei» Süd, West, Nord und Ost von der Grenze der genauernErdkunde bis in unbestimmte Fernen hausten. Auch sind von ih-"eu, begreiflich, keine zusammenhängende Geschichten, sondernäußerst dürftige, fragmentarische Nachrichten vorhanden, wel-