187
von Platäa ein an demselben Tage bei dein Ionischen Vorge-birge Mykale erfochtener Seesieg bei. Leotychides, der Spar-taner, und der Atheniensische Xantippus schlugen dortdie Perserflotte mit solcher Entscheidung, daß die Jonier hierdurchMuth bekamen, das längst verhaßte Joch der Barbaren abzuwer-fen, und in den allgemeinen Bund der Griechen gegen den Königtreten.
Ci »ionischer Friede.
Jetzt änderte sich der Charakter und die Gestalt des Krieges.^ war nicht länger ein Vertheidigungskrieg für die Griechen,sondern ein Angriffs- und Rachekrieg. Die Befreiung aller Grie-chischen Kolonien von der Persischen Herrschaft wurde nächsterZweck, zu dessen Ausführung auch Angriffe auf andere PersischeProvinzen, Unterstützung von Empörern u. s. w. dienen mußten.Die Häupter der Griechen wünschten die Verlängerung eines Krie-ges, welcher der Anlaß ihrer engern Nationalverbindung gewesenwar, und dieselbe fortdauernd stärken konnte. Auch persönlicheInteressen fanden dabei ihre Befriedigung. Doch nahm natürlichbei der listigern Dauer des Kampfes seine Heftigkeit ab. DieVerdrängung der Perser von Cypern und dann von Byzanzdurch Pausanias und Aristides; mehrere glückliche Unterneh-mungen Cimons gegen verschiedene Persische Besitzungen; einglorreicher, doppelter Sieg desselben zu Wasser und zu Land ander Mündung des Eurymedon in Pamphylien ( 3515 ); weitereine mehrjährige Unterstützung der unter dem Libyschen Jnarusgegen Persien rebellirenden Aegypter, die, nach einem anfangsgünstigen Erfolg, für die Athenische Hilfsflotte ein verderblichesEnde nahm: und darauf, nach einigem Stillstand, zwei glänzendeSiege, die abermal Cimon bei Cypern ( 3535 ) erfocht, sind diewichtigsten Ereignisse dieses Krieges, welchen unmittelbar nach denEyprischen Siegen der mit Recht nach dem Helden, so ihn errun-gen, benannte Friede schloß. Wenn wir den Anfang des Kriegesvon der Empörung der Jonier gegen Darms Hystaspis rechnen,so hatte derselbe über 50 Jahre gedauert.
Vermöge dieses ewig merkwürdigen Cimoirischen Friedens