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Erster Band. Alte Welt.
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psänglich. Aber die Aristokratie des Reichthums ist durchausgehässig und verderblich, und kann kaum aufkommen oder beste-hen ohne Ertödtung der moralischen Begriffe. Denn alsdannwird die Achtung, welche dem Verdienst und der Tugend gebührt,dein Geld erwiesen, und mit dem Gelde werden auch alleMit-

zu demselben zu gelangen, geehrt. Sodann wird, je größerhrr Reichthum der Einen, desto vollständiger meistens die Armuthher Andern. Hierdurch theilt sich ein Volk in zwei äußerst un-gleiche, feindselige Klassen; die Eine, die in der Fülle des Ge-nusses schwelgt, übermüthig und übermächtig ist; die Andere,elend, unterdrückt, ohnmächtig, voll Haß gegen die Reichen, undgleichwohl denselben feil. In solcher Lage wird der Staat un-heilbar verderbt, welches auch seine Form sey, aber vorzüglich beider republikanischen, als welche wesentlich eine Gemeinschaftdes Sinnes, der Genüsse und Interessen, Selbstverläugnung,Verehrung der Gesetze und der Tugend fordert. Diesem innernVerderben, als der natürlichen Folge der Welteroberung, so-nach der Strafe für die Verletzung des Rechts und der Ratur-vrdnung, reift jetzt Rom unaufhaltsam entgegen.

Zwar fehlte es nicht an Männern, welche solches Verderbenerkannten, und die Rückkehr der alten Weise wünschten. Abersie bemerkten die Wurzel des Uebels — die unbändige Vergrös-serungssucht des Staates — nicht, und vermeinten, durch Verthei-higung der Formen auch den Geist festzuhalten, welcher schonlängstens entflohen war.

Also der berühmte M. Port ins Eato, der durch alleStrenge seiner Censur das Uebel nicht wieder gut machte, welcbes^ durch Aufhetzung des Senates zur Zerstörung Karthago's

bewirkte.

Die Gracchen.

Eingreifender, aber dennoch unhaltbar und zum Verderben^r Urheber ausschlagend, waren die Reformen des edeln Brü-^rpaares, der Gracchen, zweier Demagogen, welche durch Cha-^dier und Schicksal höchst interessant, und durch ihren dauernden