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Derrätherei mit ihren Schiffen floh, und AntoniuS mit klägli-cher Schwäche und in bestürzter Eile, nur von zwei Sklaven be-gleitet, ihr folgte. Noch setzten die Seinen das Treffen fort; amAbend ergaben sie sich. Das Landheer, unter Sosius und Pu-^licvla, 19 Legionen stark, mit 12,000 Reitern, wartete siebenTage auf Autonius Rückkehr. Er erschien nicht; da ging es zuOctavian über. Antouius nämlich konnte nicht leben ohne Kleo-patra, und glaubte nicht länger sich ihres Besitzes sicher, als ersie unter den Augen hatte! In stummem, hoffnungslosem Schmerz,unter dem Gewicht seines Unglücks, seiner Schaam, und vor al-lem seines Zweifels an Kleopatra's Treue erliegend, kam er nachAegypten, wohin nur zu bald Octavian ihm folgte. 'Als alle, auchdie demüthigsten Anträge von dem Sieger verworfen wurden,da gerieth er in Verzweiflung, und fiel, auf ein Gerücht von Kleo-patra's Tod, in sein Schwert. Noch lebte sie; Er ließ sich zuihr tragen, und starb in ihren Armen. Sie aber, als sie wahr-nahm, daß Octavian kalt bei ihren Reizen blieb, und sie im Tri-umph zu Rom aufzuführen gedachte — gab sich den Tod durchden Biß einer Schlange. —
Octavian machte Aegypten zur Provinz, und kehrte nachRom zurück (5954), als Alleinherrscher des unermeßlichenReiches.