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schändete aber seinen Kriegsruhm durch Verrath und Grausam-keit. Er starb an den Folgen des Jachzorus (376). Seine SöhneGratian und Valentinian H. folgten ibm.
Indessen hatte der elende Valens den Orient tprannisirt,Segen die Perser mit Verlust, gegen die Gothen aber glücklichgestritten, und die ersten Schrecken der Völkerwanderung er-blickt.
Denn um diese Zeit stürzten die Hiong-nu (Hunnen),welche durch Asiatische Revolutionen weit her von den M»nga-llischen Steppen bis an den Tanais und die Mao tische Seegetrieben worden, unwiderstehlich über Europa, und eröffnetendurch ihren gewaltigen Stoß auf die Völker, welche vom TanaisbiS zur Donau hausten, die lange Reihe umwälzender Züge undblutiger Zertrümmerung. Die damals weitherrschenden Gothenvermochten nicht den Hunnen zu stehen, und baten Valens, sie insein Reich aufzunehmen als Unterthanen und Kriegsknechte (376).Valens erlaubte ihnen, über die Donau zu gehen, verlangte je-doch Geiseln und die Auslieferung der Waffen. Die römischenBefehlshaber, durch Geiz geblendet, ließen ihnen die Waffen ge-gen Bezahlung, und erlaubten sich gleichwohl gegen das lmnfurchtbare Volk die schamloseste Erpressung. Da empörten sichdie Gothen, und ergossen sich wie ein verheerender Strom überThrazien und die angrenzenden Länder. Valens raffte einHeer zusammen, und wagte, in den Gefilden von Hadrianovel,die Schlacht (378). Sie war blutig und von schrecklicher Ent-scheidung. Valens sah den Untergang seines Heeres, und wurdegetödtet. Schreckliche Verwüstung und von beiden Seiten un-menschliche Grausamkeiten bezeichnen den folgenden Krieg. BisSegen Kousiantinvpel drang der wüthende Feind; aber sein"»gelehrter Muth prallte ab von der Festigkeit der Mauern. Dasstäche Land erfuhr eine schonungslose Mißhandlung.
Theodosius der Große.
Endlich wurde Rettung durch Theodosius gebracht, einensrüher durch die Ungunst des Hofes Verbannten, welchen jetzt inder Stunde der Noth der 19jährige Gratian, eingedenk seinerRvtteck, A. Weltg. >. 26