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Erster Band. Alte Welt.
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Purpur, und verlor ihn (456) durch die Empörung deS FeldherrnRicimer, eines Mannes von großen Gaben, aber barbarischer(Suevischer) Abkunft, welcher von jetzt an 16 Jahre lang daSrömische Reich beherrschte, wiewohl er nach einander den Kaiser-Titel an Julius Majorianus, Libius Severus, Anthe-»nns und Olybrius gab. Keiner von diesen, selbst der vor-treffliche Majorianus nicht, durfte es wagen, selbstständig zuregieren. Der Zorn des Feldherrn war das Signal ihres Todes.

Olybrius überlebte Nicimern um ein Jahr, und hatteGlycerins zum Nachfolger (475). Derselbe wurde abgesetzt vonJulius Nepos,-und dieser von dem Feldherrn Orestes, wel-cher seinen eigenen Sohn Rvmulus (Momyllus) Augustu-lus zum Kaiser erklärte (475). Aber die eigentliche Macht warbei dem Heer derBundesgenossen, einem vermischten barba-rischen Haufen von Herulern, Scyrren, Turcilingern,Ru giern und Alanen, welche nach Attila's Tod in römischeDienste getreten, und durch das Gefühl ihrer Stärke aufgemun-tert, begierig waren, das Beispiel ihrer transalpinischen Brüderdurch Besitznahme des Landes nachzuahmen. Sie fordertenvon Orestes das Dritt heil der Ländereien Italiens, und grif-fen zu den Waffen, als er solches verweigerte. Der kühne Odoa-ker, ein Abenteurer, ungewisser Abkunft, aber von großen Ta-lenten, wurde ihr Anführer, schlug und tödtete Orestes, und be-mächtigte sich, jedoch ohne den Kaisertitel, der Herrschaft Ita-liens (476). Augustulus, durch seine Jugend und Unschädlich-keit, fand Gnade bei dem großmüthige» Sieger, und erhielt einePension. Der letzte Nachfolger des großen Cäsar starb vergesseniin Privatstand. Das abendländische Kaiserthum erlosch.

Geschichte der Teutschen.

Aelteste Geschichte.

Ueber den Ursprung und die ersten Schicksale der Teutschen,über ihren und ihres Landes Zustand zur Zeit ihres Auftretens