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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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raxeir, stehen die Neger, deren Sklavenbande mitunter die GunstdeS Herrn versüßt, mitunter Glück und Erwerbssteiß löst. Über-haupt aber dünken sie sich besser und werden auch besser geachtet,alS die unglücklichen Indianer, die ächten Kinder des Landes,aber durch Uubild der Fremdlinge verurtheilt zur tiefsten Ernied-rigung.

Wahrend jedoch die zahlreichste Klasse der Bewohner so weitausgedehnter und herrlicher Lander, unter Druck und Schmach er-liegend , ihres natürlichen Segens nimmer froh ward (denn eshat solcher Zustand von der Festsetzung der spanischen HerrschafthiS auf die neueste Zeit ziemlich gleichförmig fortgedauert), raubteauch allen übrigen Klassen die engherzige Politik deS Mut-terlandes Freiheit und Glück.

So wenig Ferdinand und Karl zur Eroberung Amerika'Sdurch eigene Theilnahme beigetragen, so betrachteten sie doch —rmd der Wortlaut der päpstlichen Schenkungsurkunde begünstigtesolche Anmaßung — sich allein und persönlich als die unum-schränkten Herren und Eigner der neue» Welt, so weit sie entdeckttvurde. Die Spanier, gewöhnt, ihren König als den Inhaberder vollkommensten Machtfülle zu verehren, bestritten sein höchstesRecht über die amerikanischen Länder nicht; und die Verwegensten»ipter den Eroberern der neuen Welt, deren gierige Hand nachdem Scepter weiter Reiche griff, stellten keinen andern Titel ihrerAnsprüche auf, als die Verleihung des Königs. Im Namendieses Königs nahmen sie alles Land und Meer in Besitz, dassie entdeckten; und die Rechtsgelehrten der Zeit erkannte» solcheBesitznahme etwa durch Aufrichtung eines PsahlS mit daran ge-hefteter päpstlicher Schenkungsurkunde als vollgültigen Erwer-hungsakt eines Welttheils.

In Gemäßheit des Eigenthumsrechtes der Krone aus allesamerikanische Land mochte von jenem, das vergabt wurde an Er-oberer, Pflanzer, oder Gewaltsträger, ein Theil des Ertrages fürden König gefordert, und jedes Grundstück, das seinen EignerVerlor, oder dem Nutznießer entzogen ward, als Heimgefallen audie Krone betrachtet werden.

Dieser Ansicht gemäß, mußte von der Ausbeute der Berg-werke — lange Zeit säst das alleinige Aerndleseld der Eroberer