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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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u a- Innere Geschichte der protestantischen Kirche,

ärk- Indessen schwächte sich die Lutherische Kirche durch einhei-

ell- mische Zwietracht und zumal durch ihre Feindseligkeit gegen die

den reformirte. Luther selbst hatte durch sein eigenes Beispiel

un- solche Streitlust genährt. Sein leidenschaftlicher Kampf wider

enst Zwingli und Calvin über den Punkt des Abendmahls und

auf den noch verhängiiißvolleren der Gnade wurde nur fortgesetzt,

hls, nicht angefangen von seinen Schülern; aber freilich von diesen auch

eis- geführt wider Luthers Freund, den gemäßigten Melanchton,

ffuß und wider dessen minder biegsame Anhänger, die man bald als

den Crypto-Calvinisten verfolgte.

den Der Uebertritt des Kurfürsten von der Pfalz zur reformir-

: zu ten Kirche war für die Protestanten ein schwerer Schlag,

era- Während die Klugheit nicht minder als der ächt evangelische Geist

ken, die Schwesterkirchen zur Vereinigung aufforderte, veranlaßte derHaß

Iben der strengen Lutheraner gegen die gemäßigtem Reformirten die Aus-

ral, arbeitung einer genauer bestimmten, symbolischen Schrift, der so-weit. genannten Concordienfo rmel, welche die Trennung der dei-nen den Kirchen vervollständigte. Aber neue Bewegungen folgten auf

ßen dieses zankgeborenc Werk. Selbst Hinrichtungen, zumal des

eich kursächsischen Kanzlers Crell, wegen Crypto-Calvinismus, besie-

Er- gelten die Concordienformel.

und Auch im Schooße der reformirten Kirche, und noch hef-tige tiger wütheten Zwietracht und Verfolgung. Calvin hatte die

düstere angusti nische Lehre von der unbedingten Vorhcrbestim-ün- mung des Menschen zur Seligkeit oder zur Verdammniß zur herr-sch- schenken in den weiten Ländern des reformirten Glaubens gr-ünd Macht. Arm in ins, Professor in Leyden, trug zwar mit gro-

auf ßein Beifall die mildere Lehre vor, aber erfuhr sofort die Verfol-

ann gung des Zeloten Franz Gomarus, seines unwürdigen Kolle-

ha- gen. Nach Arminius Tod entbrannte der Streit weit heftiger;

als politische Parteiung war hinzugetreten. Die Arminianer wa-

Po- rei, republikanisch gesinnt; die Gomaristen begünstigten des

sich Statthalters aufstrebende Herrschergewalt. Daher lieh der

ken Prinz Moriz den letzten seinen Arm, und es geschah, daß, nach-

dem die Synode von Dvrdrecht die Arminiauische Lehre ver-dammt halte (1618), der siebzigjährige um's Vaterland hochver-