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— Friede wodurch die Eidgenossen für alle folgende Zeit an dasInteresse Frankreichs gefesselt wurden) und jener, welchen gleich-zeitig der so eben zur Regierung gelangte Karl zu Noyon mitdem König schloß, scheinen die Eroberung zu sichern; aber baldentbrannte neuer Haß über noch höhere Dinge.
Kaiser Maximilan I. war gestorben (1519). Die Wahlseines Nachfolgers bewegte Deutschland und Europa. Um dieKaiserwürde bewarben sich jetzt die beiden gewaltigsten der Kö-nige, Karl und Franz; beide auf ihre zum Schutze kräftigeMacht, beide auch auf die Künste der Intrigue und Bestechungihre Hoffnung bauend. Die Kurfürsten, deren Berathung Fried-rich der Weise von Sachsen, für sich selbst den angebotenenThron ablehnend, nach ächt politischen Rücksichten lenkte, verei-nigten sich endlich zu Gunsten Karls als eines teutschen Für-sten, und dessen Stellen dem Reich den zuverläßigsten Schutz,zumal gegen der Türken drohende Macht verhieß. Doch sollteer — wie auch schon in früheren Zeiten mitunter geschehen —durch feierliche Annahme einer umständlichen Wahlkapitula-tion die kostbaren alten Rechte und mehrercs Neue, was vonNutzen schien, versichern. Solche Wahlkapitulationen sind vonnun an jedem neugewählten Kaiser vorgelegt worden.
König Franz vernahm mit tiefgekränktcm Gefühle den Tri-umph des Nebenbuhlers. Auch sah er sich dadurch, neben an-dern! Nachtheil, zumal im Besitze Mailands, als welchesReichslehen war, bedroht. Die Hoffnung des Friedens verschwand.Vier blutige Kriege kamen über Europa durch die Eifersuchtzwischen Franz und Karl.
Während Karl, bald nach seiner Krönung in Aachen, dieZubereitungen zum ersten dieser Kriege machte, brach in Spanienselbst ein für Karls Macht höchst gefährlicher, durch Ursprung,Geist und Zweck äußerst merkwürdiger. Aufstand aus. Schonder Regierungsantritt Karls, dessen Vorliebe für die niederlän-dischen Günstlinge den spanischen Stolz empörte, war von Un-ruhen begleitet, und aller Muth und aller Weisheit des KardinalsLinien es, welchen Ferdinand der Kath olische sterbend zuinReichsverweser ernannt hatte, nöthig gewesen, um das, meist vonSeiten des Adels bereitete, Ungewitter zu beschwören. Karls
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