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den richteten im Angesicht« Gibraltar's eine spanische Flottezu Grunde. Vergebens waren die Anstrengungen Spinola's,des letzten großen Heerführers der Spanier. Dom langen Kampfermattet, begehrte das große Reich den Frieden von der kleinenRepublik. Olden - Barneveld und alle weiseren Holländerwünschten ihn nicht minder: aber Moriz, dessen Gewalr imKriege stieg, legte ungern die Waffen nieder. Daher konnteOlden-Barueveld mehr nicht als einen Waffenstillstanddurchsehen, welcher zu Antwerpen (1609) auf zwölf Jahre ge-schloffen ward. Spanien erklärte darin die Niederländer als eineunabhängige Nation, und gewährte ihnen, durch einen geheimenArtikel, selbst die freie Schifffahrt nach Ostindien.
Geschichte Englands.
. Mit dem Hanptkampfe Spaniens wider die Niederländekwar in inniger Verbindung der englische Krieg gewesen.
Bald nach Heinrichs Vlll. Tod (1547) lagerten sich überEngland die Schrecken der kirchlichen und politischen Zwietracht. >Nach seiner lehtwilligen Verfügung sollte Eduard, sein Sohnvon Johanna Seymour, der erste Erbe seyn; nach ihm wardMaria, Katbarinens von Arragonien Tochter, gesetzt, undhierauf Elisabeth, die ihm Anna von Boleyn geboren. ImNamen des unmündigen Königs Eduard (Vl.) führte nun einevon K. Heinrich eingesetzte Regentschaft von 16 Personen, an derenSpitze des Königs Ohm, der Herzog von Sommersett, alsProtektor gestellt ward, die Verwaltung. In England machtedie Reformation jetzt mächtige Fortschritte. Der Protektor, mitden meisten Großen, war der Glaubensneuerung geneigt, undCraymer befestigte unter seinem Schuh den Bau der neuenKirche. Aber er befleckte seinen Ruhm durch Unterdrückung der-selben Gewissensfreiheit, deren Panier die edleren Reformatorenerhoben, ja durch blutige Verfolgung. Der kaum 12jährige,gutmüthige König wurde gezwungen, Todesurtheile wider Ketzerund Schwärmer zu unterzeichnen, und that es weinAid, indem erdie Verantwortung dafür auf Craumer wälzte. Die 6 Artikelwichen jetzt einem ganz protestantische» Lehrsystem von 42 Artikeln,