des portugiesischen Volkes. Die Reichsstände erkannten sein erb-liches Herrscherrecht.
Frankreich, England, die vereinigten Niederlandeund Schweden erkannten sofort die Rechtmäßigkeit Johanns;Frankreich leistete auch Hilfe. Spanien dagegen, auf asten Sei-ten gedrängt, machte nur schwache Versuche zur Wiedereroberung.Erst nach dem Schluß des Pyrenäischen Friedens geschahenernstere Angriffe, welche jedoch der durch Haß entstammte Muthder Portugiesen vereitelte.
Drei Kriege wider Frankreich wurden wahrend des dreißig-jährigen teutschen Krieges von Spanien geführt; alle drei unglücklich.
Um eine Verbindung Mailands mit den teutsch-östrei-chischen Staaten zu erhalten, besetzten die Spanier die den Grau-bündtnern zugehörigen Ländchen Valtelin und Bormio.Frankreich, die Gefahr jener Verbindung wohl erkennend, al-lürte sich sofort mit Venedig und Savoyen zur Vereitlungdes Planes, und erzwäng sie durch Waffengewalt. Im Friedenvon Mon?on (1626) bequemte sich Spanien zur Wiederherstellungder eheoorigen Verhältnisse.
Bald darauf erhob sich ein Streit über die MantuanischeErbschaft. Nach Vinzenz II. Gonzaga's Herzogs vonMantua und Montferrat, kinderlosem Tod ) behaupteteCarl, Herzog von Nevers und Rhetel, der i ^.)ste Erbe zusey». Dasselbe behauptete Herzog Ferdinand von Guastalla.Der erste erhielt Frankreichs, der zweite des Hauses OestreichBeistand. Das Glück entschied für die Heere Richelieu's;Oestreich erkannte, iin Frieden zu Chierasco (1630), den fran-zösischen Schützling als Herzog von Mantua.
Aber den wichtigsten und langwierigsten Krieg mit Frank-reich verursachte das Dündniß dieser Krone mit Holland (1635),»>id ihre nunmehr entschiedene Theilnahme am großen teutschenKrieg. Der Krieg wurde zwar mit abwechselndem Erfolg, dochun Ganzen unglücklich für Spanien geführt, besonders seit der^rinz von Enghien (nachmals von Condö) den glänzenden Siegöri Rocroy (1^43, 19. Mai) erfochten. Zwar wurde Frankreichöald darauf, nach Richelieu's und Ludwigs XIII. Tod, durchErneuerten Bürgerkrieg zerrüttet, und der Sieger von Rocroy