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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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selbst sich von seine» Günstlingen regieren, war ängstlich, wan-kelmüthig, kleinlichem Zeitvertreib hold, jedes Waffengeräuschfürchtend, und ohne Zutraue» auf eigene, persönliche Kraft.

Während Jakob durch den sofort mit Spanien geschlossenenFripden n»d durch die Verlassung der Ziiederländischen Sacheden Haß der Protestanten, durch seinen Eifer für die Verfassungund Liturgie der englischen hohen Episkopalkirche aber den Abscheuder Puritaner erregte, zog er nicht minder durch das Verharrenbei den unter seiner Vorfahren» wider die Katholiken ergangeneiiEdikten die Indignation auch dieser lehten auf sich. Ja, es ver»schwor sich eine Zahl fanatischer Katholiken, den König mit demganzen Parlament in die Luft zu sprengen (16l>5), welcher gräß-liche Anschlag jedoch durch einen glückliche» Zufall vereitelt ward.Die kirchliche Abneigung gesellte sich demnach zur politischen Ei-fersucht, um die Gemüther des Volkes vom Könige abzuwenden;die Parlamente wurden karg in Bewilligung von Subsidien, undsprachen anfangs leise, bald aber mit größerem Nachdruck vonden Freiheiten der Nation. Er dagegen, von seinen nichtswürdi-gen Lieblingen, zumal von Georg Villiers, nachherigem Her-zog von Bukingham — den er von der Stelle deS Mundschen-ken wie im Flug zu allen hohen Reichswürden und Reichsäniternerhoben — geleitet, vermehrte fortwährend durch steigende Will-kür und Verschwendung den öffentlichen Haß.

Seine siebenjährige Bemühung, die Vermählung seines Soh-nes mit einer spanischen Prinzessin zu Stande zu bringen, erhöhtegleichfalls solchen Haß. Die dem Ziele schon nahen Unterhand-lungen wurden jedoch, .zerrissen durch Buki nghams Stolz, unddie Reizbarkeit deS HerzogS, Grafen von Ol iva re z. Da wandtesich.Jakob an den französischen Hof, und erhielt für seine»Sohn die Hand von Ludwigs XIII. Schwester, HenriettfM-ariej Auch diese Vermählung, weil mit einer Katholikin,war den Engländern zuwider. Fortwährend blieb das Parlamentkarg, ja es steigerte noch seine Kargheit; was den König bewog,zu willkürlichen Auflagen, zumal zu erhöhten Zöllen, zu gezwun-genen Anlehen,,z„ Geldstrafen u. dergl. verhaßten Mitteln seineZuflucht zu nehme». Der Beschwerden dagegen war kein Ende,und es bildete sich z„r Behauptung und Erwe:te-rung der Freiheit