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der Mongolen und Tungusen unterwarfen sich. DieSamo-jeden am Eismeer empfingen das Gesetz der Russen; und IwansNachfolger, Fedor l., erhielt die Huldigung der Völker bis zuden Ufern deS Jenisei. Noch später drangen die Russen bis andas östliche Weltmeer und an die Sinesische Grenze.
Von Iwan H., der die Grundmassen eines so ungeheuren Rei-ches zusammenbrachte, wird noch sonst gerühmt, daß er.Freundder Kultur — fast wie Peter der Gboße — gewesen. Er ver-anstaltete eine Sammlung der bürgerlichen Gesetze (Sudebuik),und gab ein neues peinliches Gesetz. Er liebte Handel und Ge-werbfleiß, und legte die erste Druckerei in Rußland zu Moskauan (1564).
Doch nur schwach ward durch solche humane Launen und nach-ahmende Versuche des Despoten die Barbarei verhüllt, die überRußland lag. Es gab kein Volk in Rußland, bloß eine Skla-venheerde. Nicht einmal eine freie Adels schaar, wie Polen,besaß das ungeschlachte Reich. Einzelne übermächtige Große,Bojaren und Knäse gab es, die nach Umständen furchtbar sey»mochten; doch in der Regel Alle vor dem Großfürsten zitternd,und nur trotzend gegen das niedergetretene Volk. Selbst dieGeistlichkeit vermochte wenig; obschvn seit der Eroberung Kon-stantinopels durch die Türken der Russische Metropolitseine Bestätigung nicht mehr von dem Patriarchen daselbst begehrte,und daher die russische Kirche nach außen der Selbstständigkeitsich erfreute. Denn desto näher liegend wurde die Abhängigkeitvon dem Czaar.
Iwans Nachfolger war Fedor I. (1584—1588), sein jünge-rer Sohn, ein schwacher Fürst, der seinem Schwager BorisGhodunow die Zügel des Reiches ließ. Dieser, einsichtsvollund kräftig, regierte mit Glück, und erhielt, als mit dem kin-derlosen Fedor RurikS achthalbhundertjähriger Mannsstamm er-losch, die Stimmen aller Großen und des Volkes zur Nachfolge-
Dom Ausland geehrt, dem eigenen Volke wohlthätig, herrschteder Czaar Boris; da stürzte ihn plötzlich ein nach Polen entlan-fener junger Mönch, Grischka Otrepiew. Derselbe gab ^für den Prinzen Dmitry, den Bruder des Czaar Fedor, aus,welche» schon mehrere Jahre vor des Letzten Tod Boris entfernt,