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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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verschiedene» Höfen, zumal an jenem in London, wurde ver-handelt. Durch die schamloseste Bestechung erhielt Ludwig denimmer golddurstigen K. Karl II. und sein feileS Ministern»"selbst dann noch in Frankreichs Interesse, als der Prinz Wil-helm mit des Königs Nichte sich vermählt hatte.

Die Krone Spanien, ihre Schwäche fühlend, trat diesei»Friede» bei (17. Sept.), unter holländischer Vermittlung.

Durch denselben erhielten die Holländer nach des KönigsGewährung alles Verlorene, insbesondere Mast richt zurück-Spanien aber trat die ganze Franche comte und in de»Niederlanden eine ansehnliche Zahl von Städten, als Vale»-ciennes, Condö, Cambrai, St. Omer, Apern, Kassel,Maubeuge u. a. mit Zubehör au Frankreich ab, erhielt jedocheine Anzahl Festungen, welche Holland als Vormauern gegenFrankreich dienen sollten, wie Eharleroi, Courtrai, Oude-uarde, Gent und andere, und das Herzogthum Limburg >zurück. i

Nun bequemten auch der Kaiser und das Reich sich zu»> ^Frieden (167!>, 5. Febr.). Frankreich entsagte dem Besatzung^recht in Philip p s b u rg, das es seit dem westphälischen Friede»besessen, und erhielt dagegen Frei bürg im Breisgau. DasHerzogthum Lotbringen blieb in Frankreichs Besitz, weil detHerzog sich weigerte, die harten Bedingungen einzugehen, unterwelchen Ludwig dessen Zurückstellung anbot.

Noch erübrigte die Friedensstiftnng zwischen Brandenburgund Schweden. Dem Bunde mit Frankreich gemäß hatte Schwe'den schon im December 1674 einen Einfall in Brandenburggethan. Der große Kurfürst eilte aus seinen Winterquartiere»in Franken herbei, schlug die Schweden bei Fehrbellin (1676- I15. Juni), und trieb sie in ihre eigenen Provinzen. Zugleich felsigcr ein Bündniß mit dem Hanse Draunschweig, mit dem Dusichof von Münster und mit Dänemark gegen Schweden. 2l»chder Kaiser und das teutsche Reich, auch Spanien und Hollandkündeten dieser Krone den Krieg an. Sie war zu schwach geg^so viele Feinde. Der Nimweger Friede brachte jedoch Rettung'Frankreich hatte die Wiederherstellung Schwedens ausdrücklichverlangt. Jetzt zwang es durch Besetzung der brandend» rgi>ch'