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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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K. August, damals wieder auf den polnischen Thron zurückgekehrtdieselben sammeln und beerdigen ließ.

Karl Xll., durch den Frieden von Altranstädt auf de»Gipfel der Macht erhoben, hätte sich behaupten mögen auf stE'cher Hohe, wäre er der Mäßigung fähig gewesen. Die europäuschen Mächte erkannten Stanislaus als König von Polen. Hät^Karl in solcher Stellung Rußland einen billigen Frieden geb§'ten, schwerlich wäre derselbe verschmäht worden. Er aber, ro»seinem Uebermuth oder von seinem Verhängniß fortgerissen,maß sich, den Czaar zu entthronen, so wie er August entthro^hatte. Solches Entschlusses vollzog er durch Polen gegen Ruß'land (1707, 29. Aug.).

Besser hätte er sein eigenes Reich vertheidigt, in dessen schönstProvinzen die Russen täglich gewaltiger erobernd oder verwüsteteindrangen.

Bald nach der Niederlage bei Narwa hatte Peter mit bc'wunderungswürdigem Eifer und Muth wieder frische Kräfte, »i^bloß zur Vertheidigung, sondern selbst zum neuen Angriff gest»»'melt. Ein russischer Feldherr, Scheremetoff, besiegte säss"1702 den schwedischen Heerführer Schlippenbach. Von davieler einzelnen Unfälle ungeachtet, blieben die Russen Meisi^im Feld und zur See. Sie drangen in Jngermannland,Knr'land, in Liefland, in Litthauen ein. 1702 ward Rö^'bürg (jetzt Schlüsselburg), 1703 die Festung NienschaNtz1704 Narwa, endlich ganz Jngermannland erobert, auchLiefland fester Fuß gewonnen, weit und breit alles schwedisch^Land geschreckt.

In Jngermannland, welches der Czaar sich zurausersehen, legte er während des Kriegslärms den Grund zuner neuen Stadt, St. Petersburg (bei Nienschanz, das Cso eben erobert hatte), welche bald die zweite des Reichs,mächtiger Waffen- und Handelsplatz und die Residenz der Kuis^wurde. Alle Versuche der Schweden, diese neue Gründunghindern oder zu zerstören, wurden vereitelt. Noch im I-«richten das erste Holländische Schiff im Hafen von Pett^bürg; viele andere folgten bald nach, obwohl unter den sch>u^'^

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