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Indische Geschichten. Weitere Revolutionen in Rußland.
Wir haben den Kameeltreiber Kuli-Chan durch Glück undGewaltthat zum Beherrscher Persiens unter dem Namen Schah^adir sich aufschwingen sehen. Mit starkem Arm hatte derselbeTürken zur Wiederabtretung von Armenien und Geor-gen gezwungen; die Kaiserin Anna von Rußland gab ihm^"willig die Provinz Ghilan zurück. Aber der wichtigste Zugdieses furchtbaren Emporkömmlings war gegen des großen Mo-guls Reich.
In Indien, allwo Babur, der Timuride, am Anfang16. Jahrhunderts den glänzenden Thron dieses großen Mo-guls in Delhi errichtet hatte, stand unter den Nachfolgern diesesivbenswerthen Fürsten nur ein großer Mann noch auf, Aureng-beb (1659—1707). Niemals ist das Mongolische Reich in Jn-^u so mächtig und so blühend gewesen als unter ihm. Eine^ihe von Friedens-Jahren hindurch beglückte er es durch klugeVerwaltung; doch eroberte er auch nach allen Richtungen hin viel^östliches Land, und gebot 700 Stunden weit von Nord nach SüdUnd von Ost nach West. Er starb, neunzig Jahre alt.
Die Geschichten seiner Söhne und Enkel sind nur durch Un-gliicksfälle und Verbrechen bezeichnet. Es erhoben die Statthat»ker und die tributbaren Fürsten, der Kaiser Schwäche gewahrend,^ Fahne der selbstständigen Herrschaft. Vor allen mächtig wardöer Subbah von Dekan. Auch die Mar alten kamen wiederd'Upvr; der vielgetheilte Zustand des Landes, wie in den Zeiten^ arabischen Herrschaft, kehrte wieder.
3n den Zeiten dieser heillosen Zerrüttung, als der schwache7"uh,„ud den Namen des Kaisers führte, that Schah Nadir^Ue„ Emfast in Indien (1739). Als der Oberfeldherr des Rei-
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sich
D vwran, in einem Gefechte gefallen war, ergab Mahmudund sein Reich der Gnade Schah Nadir's. Dieser zog^ Sieger in Delhi ein, forderte gegen 200 Millionen Thaler^udsetMung, und ließ, als man sie verweigerte, hunderttausendhusche,, schlachten, brachte alle verborgene Schätze durch Foltern^ wuthmaßlich darum Wissenden zu Tage, und raubte dergestaltEhr als das Doppelte dessen, was er gefordert hatte.
Hierauf vermählte Nadir Schah seinen Sohn mit einer En-Avtteck. A. W«ltg. IU. 21