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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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mit dem Kurfürsten von Baiern geschlossen (1741, 18. Mai);nachmals aber auch mit Neapel und Spanien, mit den Kur-fürsten von Kölln und Pfalz, des Kurf. von Baiern Bruderund Vetter, endlich mit Preußen und Sachsen.

Denn auch der Kurf. von Sachsen war abgefallen von derKönigin, und trat jetzt auf, als Gemahl der ältern JosephinischenPrinzessin, mit dem Anspruch auf das ganze Oestreichische Erbe,uneingedenk der von ihm nicht unbezahlt geleisteten Entsagung,und der feierlich angenommenen pragmatischen Sanktion.

Endlich erhob auch Sardinien eine Forderung auf Mai-land, indem der König von Philipps II. Tochter, Katharina,abstamme, und K. Karls V. für Mailand festgesetzte Erbfolge-ordnung ihn auf dessen Herzogsstuhl rufe.

Aber die Ansprüche dieser verschiedenen Höfe, als unterein-ander selbst in Widerstreit, erheischten eine vorläufige Ausgleichung,damit ein gemeinsamer Bund gegen Maria Theresia mög-lich würde. Die vermittelnde Rolle dabei übernahm Frankreich,und es ward zu Nymphen bürg ein Theilungstraktat entwor-fen, wonach Baiern vom Ferdinandischen Erbe Böhmen,Oberöstreich, Tyrol und den Breis gau erhalten, Sach*sen aber sich mit Mähren und Oberschlesien befriedigensollte. Die Lombardei, Parma, Piacenza und Mantuawurden für Spanien bestimmt. Dem K. von Preußen sol^ten die eroberten Niede rschlesischen Fürstenthümer bleibe»,die östreichischen Niederlande aber der Antheil Frankreichsseyn. Die Königin Maria Theresia endlich sollte nebst Hu»*gärn das untere Oestreich mit Wien, dazu Kärnthe»,Krain und die Steyermark behalten.

Gegen so viele Feinde war Maria Theresia noch g»'^allein auf ihre Seelenstärke, auf ihr Recht und auf diehänglichkeit ihrer Völker beschränkt. Sie hatte gleich nach ih^Thronbesteigung ihren Gemahl, Franz Stephan, Großb"'ss§von Toskana, zum Mitregenten erklärt, und, um der Treu^der Ungarn gewisser zu seyn, die heilige Krone dieses Reichesich auf's Haupt setzen lassen, auch durch Bestätigung der altt»Natioualfreiheiten die Anhänglichkeit an ihre Person vermchtt-

AlS aber das französisch-baierische Heer unter des Kurfürst^'