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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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rief alle Bürger und Landleute in die Waffen. Der östr. Befehlsha-ber Botta hielt den Angriff des von ihm verachtete» Volkesnicht aus, und floh mit seinen neun Regimentern, tausend Todteund viertausend Gefangene zurücklassend, bis Gavi.

Diese Erhebung der Genuesen befreite die Provence. OhneZufuhr von der Riviera, litt das verbündete Heer baldden äußersten Mangel, und suchte, gedrängt von Bellisle,sein Heil in schnellein Rückzug über die Alpen (1747, Februar).

Ein Unfall jedoch traf bald darauf die Franzosen durchdie Niederlage und den Tod des Ritters Bellisle, die er beiExiles gegen die Piemontesen erlittst). Juli). Die östrei-chifch-sardin ischen Waffen erhielten dadurch abermal die Ober-hand, und behaupteten sie bis zum Ende des Krieges. Doch er-oberten sie Genua nimmer.

Letzte Kriegsperiode. Der Marschall von Sachsen. Der Aachener Friede.

Endlich erwählte sich Frankreich das ihm günstiger gele-gene Schlachtfeld der Niederlande. Im Jahr 1745 zumalwandte sich unter Führung des Marsch allS von Sachse» dern iede rländische. Krieg zum entscheidenden Triumphe Frank-reichs. Moritz, Graf von Sachsen, Königs August H. vonPolen natürlicher, mit der Gräfin Königsmark erzeugterSohn, demnach ein Teutscher, wurde durchsein großes Kriegs-talent, welches er Frankreich weihte, für dasselbe fast so wohlthä-tig, als einst Frankreichs Sohn, Prinz Eugenius, es fürOestreich und Deutschland gewesen. Angezogen von den An-nehmlichkeiten Frankreichs und den Sitten seiner Bewohner, trater schon 1720 in dessen Dienste, stritt im Kriege über die Pa-nische Königswahl gegen die Sache seines Bruders, und ver-schmähte den Oberbefehl der sächsischen Heere, welchen dieserihm antrug. Aber die glänzendste Laufbahn betrat er im Krü'stüber die östreichische Erbfolge. Er war's, welcher Prag für denKurfürsten von Baiern erstürmte, Eger eroberte, und auch wäb^rend des Unglücks der Franzosen durch tapfere Thaten und glück-liche Erfolge hervorschimmerte. Seit 1744 befehligte der Mar-schall von Sachsen das Heer in Flandern. Der Feind, an 3^