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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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Sept.). Edinburg wird durch schnellen lleberfall gewonnen. Nurdas Schloß vertheidigte sich noch. Von da eilt Eduard in dieGefilde von Prestonp aus (20. Okt.), und zerstreut die idmentgegengeeilte, zweimal stärkere, englische Kriegskchaar. Schon istsein Heerhaufen zu sechs, bald zu achttausend Mann erwachsen,schon schreitet er kühn über die englische Grenze, ist in Car-lisle, ist in Derbi, vierzig Stunden von London. Mehrerekönigliche Truppen gehen zu ihm über, L aneuster scheint geneigt,sich für ihn zu erklären, Spanien und Frankreichsenden Hilfe.

K. Georgs Regierung sehte einen Preis von 3000 PfundSterling auf des Prinzen Haupt. Die Habeas-Corpus-Akte wurdesuspendirt, strenge Eide von allen Milizen gefordert, alle katholi-schen Priester aus London vertrieben. Aber es herrschte eine ge-heime Gäbrung in der Hauptstadt und im ganzen Reiche; daherman nicht nur die Nationaltruppen aus Flandern unter Cum-berland, sondern auch fremde Truppen, Holländer und Hes-sen, hastig herbei rief, den drohenden Brand zu ersticken.

Jetzt rückte der Herzog von Cumberland mit überlegenenStreitkräften in Schottland ein. Der Prinz, an Geld, an Ar-tillerie, an geregelten Truppen und an Reiterei Mangel leidend,hatte zwar noch ein Treffen bei Fallkirk gewonnen (1746, 28.Jan.); aber er erlag der Uebermacht Cumberlands in der ver-hängnißvollen Schlacht bei Culloden (27. Apr.), welche dasganze Heer des Prinzen zernichtete. Dieser unglückliche Prinz,nach Erduldung unerhörter Gefahren und Mühseligkeiten, entranndoch seinen blutgierigen Feinden, und gelangte am Bord einesfranzösischen Schiffes nackt und hilflos an die Küste Frankreichs.

Aber nach glücklich vollbrachter Arbeit im Schlachtfelde, be-gann die schrecklichere des Henkers. Gleich nach dem Siege beiCulloden hatten die Engländer einige hundert Bergschotten voinHeere Eduards in einer Scheune verbrannt. Regelmäßiger, aberwegen der mißbrauchten Formen des Rechts desto erschütternder,war der gerichtliche Mord der getreuesten und edelsten Freundedes Prinzen. Viele derselben wurden zur Richtstätte geschleift,allda gehangen und geviertheilt, nachdem man ihnen das Herzaus dem Leibe gerissen, und damit in's Antlitz geschlagen hatte.Tag für Tag fielen die Häupter der Getreuen Eduards. Einige