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Dritter Band. Neuere Geschichte.
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In Rußland war nach dem Tod der Kaiserin Elisabethihr Neffe, Karl Peter Ulrich, Herz. v. Holstein Gottorp,welchen sie schon 1742 zum Thronfolger erklärt hatte, zur Herr-schaft gelangt (1762, 5. Jän.). Noch während des Lebens derMuhme war eine mächtige Partei gegen ihn aufgestanden, undselbst seine Gemahlin, Katharina, Prinzessin von Anhalt-Zerb st, hatte daran Theil genommen. Nach seiner Thronbestei-gung erregte er durch die schnelle Veränderung des politischen SVsiems seiner Vorfahren',, gegen Preußen und Dänemark vielesMißvergnügen, mehr noch durch unklugen Angriff auf National-vorurtheile. Also geschah, daß, nachdem er seiner Gemahlin, de-ren Treue er in nicht unbegründetem Verdacht hielt, Gefangen-schaft in einem Kloster, dem Sohn derselben, Paul Petrowitsch,aber Derstoßimg drohte, er selbst plötzlich des Thrones beraubt/in's Gefängniß geworfen, getödtet ward.

Katharina, mit Hilfe der Bruder Orlow, brachte diesischnelle Umwälzung zu Stande.

Noch lebte aufSchlüsselburg der unglückliche Iwan, wesichen man in der Wiege zum Kaiser erklärt (174<>), bald aber,bei Elisabeths Thronbesteigung, in's Gefängniß geworfen hatte-Vier und zwanzig Jahre war er jetzt alt geworden, und kanntenichts als die Kerkermauern. Die heilige Synode schlug ihn betKaiserin zum Gemahl vor. Bald darauf machte Mirowit sch-ein Kosake, den Plan, Iwan zu befreien, und brach bei nächtliehetWeile in das Gefängniß. Die zwei Offiziere, welche Iwan b^wachten, hatten den Befehl, ihn zu tödten, wenn ein Befreiung^versuch statt finde. Sie thaten jetzt, wie ihnen befohlenEuropa, wiewohl den genauen Zusammenhang der Schreckens;^schichte nicht kennend, erschauderte ob der in Nacht gehu^'That (1764, 15. Jul.).

Don Peters Entthronung an, durch 34 Jahre, führterina den Zepter der russischen Reiches, kräftig, weise, kill?»glücklich, eine große Frau, insofern Große seyn kau« s

Moralität.

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In der innern Reichsvcrwaltung erscheint Katharina acsdige Nacheifererin Peters deS Großen, als Erbin seines

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