Band 
Dritter Band. Neuere Geschichte.
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düng ward nur größer. Noch hoffte Rom auf Oestreich. Aderauch von Wie» kam das Ansinnen, der Papst sollte die Gesell-schaft Jesu aufbeben.

Clemens entsprach dem Gebot der Mächte nicht. Er starb(1789), umlagert oon drohenden Gewittern, doch ungebeugter Seele.Sein Nachfolger, Clem e n s XI V,, G anganell i, gab dem Drangdex Umstände nach. Ohne Zustellung der Kardinäle erließ er dieBulle: I)o,»,,>u8 ac rolln,„,uor «oswr (177.3, 21. Juli), wodurch derJesuitenorden in allen Staaten der Cbristenbeit aufgehoben ward.In Oestreich und Teutsll, land ging man beim Vollzug derPulle mit bumaner Schonung zu Werke. So auch in Polen,im Ob e ri ia lieu, und wo die Jesuiten noch sonst eine Heimatbhatten. Nur Spanien und Portugal beharrten bei der aus-gesprochenen Aechtung. Dagegen schlugen in Preußen, unddauernder in Rußland, die losgetrennten Zweige des OrdenSwieder neue Wurzeln; auch fehlte es nicht an Wiederbelebungs-versuchen deS Hauptstammes, welche jedoch erst in der allerueue-sten — jeder Restauration befreundete» — ^eit von bemerkens-werkllem Erfolge waren,

Des einsichtsvollen und redlichen Gangauelli Nachfolger warPins VI., Praschi (1775), welchem das Schicksal noch schwe-rern Kampf gegen den mächtig aufstrebenden Zeitgeist beschiel),

Kaiser Joseph, persönlich aufgeklärt, war Freund auch derAufklärung sejnesVo lkes. Verbesserter Unterricht war hier'zu die erste Bedingung. Also gründete er N orm alsch uleu,bereu Vvrtrefflichkeit selbst das Ausland anerkannte, vermehrteallenthalben, dotirte und regelt« freisinnig niedere und höhere, ge-lehrte und Volksschulen, und öffnete durch Aushebung der Cen-sur-Tpran»ei (nur was offenbar Sittlichkeit und Religion ver-lebe, sollten die Censoren unterdrücken dürfen) dem Gedankenver-kehr ein bisher in Oestreich unbekanntes Feld. Rasch und fte»'dig, ob auch der Ungemobntheit willen mitunter noch ungelenk, be-wegt« sich jeht i„ seinen Staaten die freie Presse; zu u»sch»h'barem Vortheil — wenn die Vergünstigung länger gedauert hätte— für die Geistesbildung der Nation und zur ErleuchtungNegi rmig.

Was aller Jcgephs ll. Andenken für immer den Volker»