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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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Aus allen Theilen deö Reichs liefen Dankadressen an die Ratio-nalversanrinlung ein. Patriotische Gaben von Annen und Rei,chen, von Frauen nnd Männern, gemeiimüpige Vorschläge, Planeder Verbesserung, mannigfaltige Früchte des Talentes und derWissenschaft wurden Tag für Tag niedergelegt auf dem AltardeS Vaterlandes.

Auch der König und die Königin söhnten sich seht aus mitder Nation durch manche Aeußerungen der Liebe zum Volk undder Anhänglichkeit an die neue Verfassung. Der König, i» deinSaale der Nationalversammlung erscheinend ( 1790 , Februar),betheuerte feierlichst den Volksvertretern solche Gesinnung. Ein»euer Bund ward also geschlossen zwischen ihm nnd der Nation;durch frei wiederholtes, feierliches Gelübde gab er die Neckte desAutokraten auf, und übernahm die edlere Stelle deS gesetz-mäßig beschränkten Hauptes eines Freistaates. Aller Herzen —jene der Faktionisten ausgenommen — überflössen jetzt von Liebefür ihn. Ohne die Umtriebe der Aristokraten mochte Frankreicheiner glücklichen Zukunft entgegengehen.

Arbeiten am Verfaffu.igswerk- Assignaten- Neue Eintheilung Frank-reichs. Bundesfest.

Die Arbeiten am Konstitutionswerk nahmen nun einen ra-schere» Gang. In rein demokratischem Sinn wurden alleBestimmungen gemacht. Mit Ausnahme des monarchischen Haup-ts (welches jedoch dem Gesetz unterworfen blieb) sollte allesgleich ssy„ j„ Ration, alle Vorrechte, alle Unterscheidungenswilchon Ständen, Klassen und Provinzen wurden getilgt, alleshistorisch? Recht, welches die Einrichtung und Verwaltung deSStaates beherrschte, das chaotische Erbstück aus einer bardari'chenL"t, mußte weichen einem bloß nach Gründen des philosophischenund^ geläuterten Staatskunst gebauten System. Frei

^ ledig von allen Hemmungen durch Vorurtheil, Besitz oder"kommen, sollte Frankreich die Gestalt erhalten, die bei der^ vpsuiig eines ganz neuen Staates von derDenmust würdeS^e-chnet werde,/.

Dil Verfassung deS geistlichen Standes erhielt selche svl-