Band 
Vierter Band. Neueste Geschichte.
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länder, unter drin H. v. Dork, und dir Holländer vor sichhertreibend.

Die vier eroberten Festungen ergaben sich indessen nach ein-ander (16. Juli, 15. Aug., 27. Aug., 29. Aug.) an das kleineDelagerungsheer unter Scherer, geschreckt durch ein Dekret desKonvents, welches den Besamungen, die der Aufforderung nicht ge-horchten, den Tod drohte.

Nunmehr stürzte Jourdan mit erneuerter Heftigkeit aufdie Oestreich er, welche jetzt Clerfait befehligte. Der Prinzvon Koburg hatte, mißimithig, den Stab niedergelegt, nachdemein an die Bewohner des westlichen Teutschlands erlassenerAufruf zur Erhebung gegen den furchtbaren Feind, und zu Bei-trägen an Lebensmitteln und an Geld, ohne Erfolg geblieben.

Jourdan übersetzte kühn die Maas, und drückte durchstets siegreiche Gefechte die Oestreicher hinter die Roer. Aberauch hier griff er sie an (2. Okt.), und nahm unter vielem Blut-vergießen ihre furchtbaren Verschanzungen weg. Jetzt eilte Eler-fait dem Rhein zu, und übersetzte in der Nacht vom 5ten aufden 6ten Oktober zu Köln diesen Stronl, an dessen westlichenUsern sofort die fränkischen Fahnen wehten. Auch Jülich, auchdas starke Mastricht (4. Nov.) ergaben sich; und bald wichauch am Ober- und Mittelrhein die Macht der Verbündetenüber den Strom zurück. Alles westrheinische, teutsche Land wardvon den Franken besetzt. Auch die Feste Rheinfels (2. Nov.),auch die Rheinschanze von Mannheim (25. Dez.) fielen durchKapitulation in ihre Hände. Nur Mainz, und weiter zurückdas für unüberwindlich geachtete Lupembürg, blieben noch in derVerbündeten Gewalt.

Aber nicht mehr, wie in der ersten Zeit des Krieges, brachteder Siegerschrikt der Franken den Volker» Freude. Die Wild-heit der Schreckensmänner kehrte sich gegen den äußern, wie ge-gen den innern Feind. Nicht länger war ihr Wahlspruch:»Krieg den Palästen, Friede den Hütten." Das harte Kriegsge-setz, vermöge ausdrücklichen Konventsbeschlusses (25. Sept. 1795).ward fortan ausgeübt ohne Schonung oder Rücksicht. Daher sahmau ganze Schaare» fliehender Familien mit den zurückgetriebe-nen, teufichen Heeren ziehen. Die Ufer des Rheins erschallten