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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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großmeisterliche Würde (37. Lkt.), welche er -uch willigübernahm. Von nnn an war er der eifrigste, thätigste Feind derRepublik, gegen welche er in Vereinigung mit England ganzEuropa zu bewaffnen sich bemühte. Die zweite Koalition bil-bete sich also, und zwar in einer erstannenswürdigen Zusammen-sepung. Man sah hier Rußland, den gefährlichsten und unver-söhnlichsten Feind der Pforte, verbunden mit eben dieser Pfortegegen deren älteste Freundin, Frankreich; und den GroßmeisterMalta'S durch das erste Ordensinstitnt zn ewiger Bekriegungder Türken verpflichtet, in der Person des Kaisers Paul, Theilnehmend an dem abenteuerlichen Bund. Auch der Papst wardarin eingeschlossen. Frühe gesellte demselben auch der Königvon Neapel sich bei. Die Integrität aller Länder der Verbün-deten nnd namentlich der Türken — während man bereits einDrittel von Teutschland aufgegeben — war ein Hauptartikelder Allianz.

Neapolitanischer Krieg. Gcsandtenmord in Rastadt.

Von den Verbündeten brach zuerst Neapel loS; und zwarvoreilig, ohne Verabredung mit den Alliicten, nnd darum auchzum eigenen Unglück. Der König hatte sich den östreichischenGeneral Mack zum Feldherrn erbeten. Aber das Gesindel, wor-aus sein großes Heer bestand, war nicht geeignet, gegen die —ob auch an Zahl viermal schwächeren —> Soldaten der Republikzu streiten. Am 22. November 1798 rückte Mack, ein eitlesManifest voranschickend, in's Römische Gebiet. Der Königvon Neapel hielt seinen Einzug in Rom, wo sogleich eine blutigeReaktion statt fand (29. Nov.). Ja seine Truppen drangen vorbis an die Grenzen Toskana's. Aber am 13. Dezember schonward Rom wieder geräumt, nnd waren 12,000 Gefangene in denHänden der französischen Sieger.

Das französische Direktorium kündete sofort auch dem Königvon Sardinien den Krieg an, „weil er in geheimem Einverständ-niß mit den Feinden der Republik stehe" — nnd beraubte ihnPiemonts. Der König entsagte (9. Dez.) in einer feierlichen Ur-kunde der Regierung dieses Landes, ging nach Cagliari auf