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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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—-zumal seit des milden Hvche Abberufung — in helle Flam-men auf.

Die Dämpfung dieses Bürgerkrieges war die angelegensteSerge der Konsuln. Neue Truppen wurden in die westlichen De-partemente gesendet. Die aufrübrerischen wurden außer der Ver-fassung erklärt. Da entfiel den Ausgestandenen der Muth. Gleich-wohl floß noch einiges Blut. Aber dieses waren die letzten Re-gungen deS unerhört verwüstenden Bürgerkriegs gewesen. Donnun an herrschte Friede in den so lange von Kriegslärni erfülltenwestlichen Departeinenten, und kehrte selbst Anhänglichkeit an dievaterländische Regierung in dieselben zurück.

Schlacht von Marengo. Schlacht von Hohrnlinden.

Der Wunsch der Nation und Europa's war — Friede.Bon aparte, der ihn feierlich verbeißen hatte, nahm daher klüg-lich den Schein an, als suche er ihn. Er schrieb selbst eigenhän-dig an den König Georg Hl. von England, dessen Kabinett dieSeele deS Krieges schien. Aber man erfüllte Bonaparte's innig-sten Wunsch, indem man die Anträge abwies. Selbst beleidigendeAeußerungen fielen im Parlament. Verstärkte Erbitterung wardie Folge deS Friedensversuchs. Bonaparte benützre sie trefflichzur Wiedererweckung des KriegSinuths und der patriotischen Be-geisterung. Das „Reserveheer," welches nach der Verordnungdes ersten Konsuls zu Dijon sich bildete, schwoll von tapfernFreiwilligen aller Klassen; und während die Koalition noch dessel-ben Daseyn bezweifelte, richtete eS bereits seinen drohenden Schrittnach den Alpen.

Indessen hatte in Italien der Feldzug begonnen. Der alteMelas, General der Kavallerie, stand daselbst an der Spitze von130,000 Streitern, während Masse na — feit dem 24. Nov.1799 zum Oberbefehlshaber des italischen Heeres ernannt — der-selben wenig mehr als 40,000 zählte.

Nur Genua, mit seinem östlichen und westlichen Küstenland,blieb noch zu erobern in Italien. Nunmehr durchbrach gleich inden ersten Tagen des Frühlings (6. April), MelaS die franzö-sische Linie, indem er in einem plötzlichen Angriff bis Savvna