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Vierter Band. Neueste Geschichte.
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seh beschwuren, die Versammlung sich auflöste, und der König»ach Spanien abging.

Erhebung der Spanischen Nation. Die Schlacht von Baylen.

Napoleon hielt das Werk für vollbracht; und erst jetzt be-gannen dessen Gefahren. Das königliche Haus war überwun-den; aber noch lebte die Nation. Bon aparte achtete der-selben, wie überall der Völker, wenig; aber er büßte solche Nicht-achtung schwer.

Die Nachrichten von den Vorgängen in Bayonne erfüllten, die Spanier mit Scham und Wuth. Nicht eigentlich Liebezum Königshaus, aber Haß gegen das Ausland und National-stolz, der gegen die aufgedrungene fre m d e Gewalt sich empörte,und die dem königlichen Haus widerfahrene Mißhandlung alsselbsterlittene fühlte, regten znm Kampf auf, dessen Feuer schnellüber allen Provinzen des weiten Reiches loderte. An demselbenTag, da Napoleon seinen Bruder zum König von Spanien er-klärte (6. Juni), verkündete die Junta von Sevilla Krieg gegenden Unterdrücker; und der Tag des Einzugs des Königs Josephin Madrid (20. Juli) war zugleich der Schlachttag von Bay-len, welcher mit dem erste» schweren Stoß die französische Machterschütterte. Don der Zeit an sechs Jahre hindurch hat Spaniengegen des Welttyrannen furchtbare Streitkraft im Einzelnen wohloft unglücklich, doch im Ganzen unüberwunden, ja siegreich ge-sümpft; es hat dem Ueberwinder der Könige getrotzt, und alsPreis des verzweiflungsvollsten Widerstandes die Selbstständigkeitdes Reiches errungen.

Aber der Nimbus, worin uns der spanische Krieg — in denTagen des Zorns gegen den allgemeinen Feind — erschien, istseitdem geschwunden. Die Aufregung des Gemüthes hat ruhigererBetrachtung Raum gemacht, und die allerneuesten Geschichtenhaben die Glorie der früheren unwiederbringlich zerstört. DieGründe, der Charakter jenes Krieges wie jenes Volkes sind unsnun klarer erschienen; und der Krieg von 1823 hat alle Trophäendes sechsjährigen Kampfes, allen Ruhm und alle Liebe, die wirdafür den Kämpfern zollten, fast bis auf die letzte Spur verwischt.